HILFE-Bereich für schnelle Problemlösungen während dem Einbau

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Wie funktioniert eine Codierung / Freischaltung?

Wir empfehlen für Codierungsarbeiten das Programm "VCDS" oder "VCP" zu verwenden da diese am einfachsten funktionieren.
Andere Diagnosesysteme welche leider nicht optimal für das Nachrüstgeschäft ausgelegt sind erzeugen hier oftmals Probleme.

Hier einige mögliche Lösungen für Ihr Codierungsproblem:



1.
Bitte überprüfen Sie die Zählweise, sprich ob Sie den zu ändernden Bit auch richtig abgezählt haben.

Generell gilt:
EIN Byte besteht aus 8 Bits.

Bits werden mit 0 beginnend von rechts nach links gezählt, sprich: 76543210 ; Bit 2 ist somit die dritte Stelle von rechts aus gezählt.
Bytes werden mit 0 beginnend von links nach rechts gezählt.



Ein Beispiel:
Wir beschreiben: Ändern Sie in Byte 16 den Bit 2 von 0 auf 1

Sie öffnen nun das Steuergerät und wählen "Codierung" aus.
Sie wählen den Byte 16 an.
Dieser ist aktuell auf: 00110000 codiert
Bit 2 von 0 auf 1 ist somit: 00110100
Ändern Sie diese Stelle nun und speichern Sie die neue Codierung.



Dies geschieht oftmals per einfachem anhaken mit dem Codierassistenten Ihres VCDS Diagnosesystems.
Sollte es einmal keine anklickbaren "Haken" geben, da es keine Steuergerätedokumentation in Ihrem Diagnosesystem gibt, so benutzen Sie bitte die reguläre Vorgehensweise indem Sie die Bits abzählen und in der binären Schreibweise ändern.
Sie ändern den Wert somit mit der Tastatur und machen aus einer "0" eine "1".
Der Vorgang des Codierens ist bei nahezu allen Diagnosesystemen identisch, wir empfehlen dennoch den benutzerfreundlichen VCDS Codierassistenten.





2.
Bitte prüfen Sie ob Sie in Ihrem VCDS Tester im Menü "Einstellungen" auch "Betriebsdaten" hinterlegt haben - diese "Betriebsdaten" sind zum Codieren von modernen Steuergeräten oftmals nötig (es wird bei einer Änderung die neue Codierung sowie diese Daten in das Steuergerät abgelegt).
Sollten aktuell keine Betriebsdaten hinterlegt sein, so geben Sie bitte x-beliebige Daten (siehe Bild) ein, es ist lediglich wichtig, dass überhaupt Daten hinterlegt sind.


VCDS Einstellungen / Anleitung



3.
Bitte versperren Sie das Fahrzeug für ca. 10 Minuten komplett, sprich Schlüssel abziehen, Türen schließen, Fahrzeug komplett versperren.
Versuchen Sie die Freischaltung nach einer sogenannten kurzen "Datenbus-Ruhe" erneut.










Aktuelle Codierungen und Fehlerspeichereinträge auslesen. Wie geht das?

Starten Sie Ihr
"VCDS" Diagnosesystem - wählen Sie den Punkt  "AUTO-SCAN" aus und bestätigen Sie dies mit "START".
Anschließend erstellt Ihr Tester ein vollstän
diges Abbild aller verbauten Steuergeräte mit deren aktueller Codierung sowie aller Fehlerspeichereinträge.

Mit "Speichern" wird dieser Diagnoseauszug als sehr kleine und einfach zu verarbeitende .txt Datei auf Ihrem Computer gespeichert.
Öffnen Sie nun diese Datei und kopieren Sie diesen Inhalt in unser Support-Ticket Anfrageformular.

Bitte übersenden Sie uns keine "Handyfotos", Bildschirmausdrucke, schlecht lesbare Kopien etc., da darauf erfahrungsgemäß nie alle nötigen Daten enthalten sind.
Bitte beachten Sie zudem die maximal zulässige Dateigröße für zugesendete Dateien bzw. Fotos von maximal 3MB pro Nachricht.


VCDS Auto-Scan erstellen / Anleitung





Steuergeräteabbild / Anpassungskanäle auslesen. Wie geht das?

Starten Sie Ihr
"VCDS" Diagnosesystem - wählen Sie "ANWENDUNGEN" sowie anschließend "STEUERGERÄTEABBILD" aus.
Geben Sie die gewünschte Steuergeräteadresse ein (z.B. "09" für die Zentralelektrik oder "5F" für die Informationselektronik).
Geben Sie den Login-Code ein falls dieser zum lesen der Anpassungskanäle nötig ist/war.
Wählen Sie "Anpassungen" sowie ".csv" aus.

Anschließend erstellt Ihr Tester ein vollständiges Abbild aller Anpassungskanäle dieses Steuergerätes.

Mit "Speichern" wird diese Datei als .csv bzw. .xls Datei auf Ihrem Computer gespeichert.
Öffnen Sie nun diese Datei und kopieren Sie alle relevanten Informationen in unser Support-Formular bzw. senden Sie uns dieses per E-Mail.


Bitte übersenden Sie uns keine "Handyfotos", Bildschirmausdrucke, schlecht lesbare Kopien etc., da darauf erfahrungsgemäß nie alle nötigen Daten enthalten sind.
Bitte beachten Sie zudem die maximal zulässige Dateigröße für zugesendete Dateien bzw. Fotos von maximal 3MB pro Nachricht.


VCDS Steuergeräteabbild erstellen / Anleitung










Wie führe ich die Freischaltung mit einem von uns mitgelieferten SVM-Aktivierungsdokument aus?

Dies geschieht sehr einfach mit Ihrem ODIS Online Diagnosesystem.
Ein VCDS / VCP Diagnosesystem kann diese Art der Lizenzfreischaltung nicht.


Starten Sie Ihren ODIS Tester und wählen Sie die Sonderfunktion der Funktions-Freischaltung an.
Ihr ODIS Online-Tester mit Anbindung zum Fahrzeughersteller frägt anschließend die drei (!!!) Codes ab.

Diese drei Freischaltcodes finden Sie auf Ihrer Rechnung aufgedruckt - zudem hinterlegen wir diese auch in Ihrem persönlichen Kundenportal.










Wie schalte ich den Komponentenschutz frei?

Dies geschieht sehr einfach mit Ihrem ODIS Online Diagnosesystem.
Ein VCDS / VCP Diagnosesystem kann diese Art der Freischaltung nicht.


Starten Sie Ihren ODIS Tester mit Anbindung zum Fahrzeughersteller und wählen Sie die freizuschaltende Steuergeräteadresse an.
Wählen Sie die geführten Funktion aus und führen Sie die Standard-Prozedur des Aufhebens des Komponentenschutzes durch.

Steuergeräte mit Komponentenschutz sind z.B. Navigationssysteme, Radiotuner, Bordnetzsteuergeräte und Komfortsteuergeräte.










Zündungsplus oder Dauerplus. Wie unterscheide ich am einfachsten?

Dauerplus = Eine immer anliegende 12V Spannung, diese Batteriespannung liegt immer an, auch WENN die Zündung AUS ist.
Zündungsplus = Eine 12V Spannung, welche nur anliegt WENN die Zündung EIN ist.
 
Prüfen Sie dies bitte mit einem Multimeter / Voltmeter.
Messen Sie zwischen der 12V DC Gleichstrom führenden Leitung und einem Massepunkt (z.B. einem blanken Karosserieteil oder einem Masse-Anschraubpunkt).
WENN die Zündung AUS ist und circa 12 Volt gemessen wird, so ist dies Dauerplus.











Das nachgerüstete Steuergerät ist laut meinem Diagnosesystem nicht erreichbar. Woran kann es liegen?

Sie erhalten die Meldung: "Steuergerät antwortet nicht" oder "Steuergerät nicht erreichbar" wenn Sie die jeweilige Steuergeräteadresse mit Ihrem Diagnosetester (z.B. OBDAPP, VCDS) ansprechen möchten.

Mögliche Ursachen sind:

1.    Das Steuergerät wird nicht mit Spannung versorgt.
Bitte prüfen Sie mit einem Multimeter oder Voltmeter ob die Versorgungsspannung (12V) am Steuergerät anliegt.
Wenn keine Spannung zu messen ist kann das Steuergerät nicht arbeiten und ist nicht erreichbar.
Prüfen Sie den elektrischen Anschluss der 12V sowie der 0V Masse Leitung sowie die eventuell montierte Sicherung.

2.    Die beiden CAN-BUS Leitungen wurden falsch oder verdreht angeschlossen.
Bitte prüfen Sie ob beide CAN-BUS Leitungen korrekt und fachgerecht angeschlossen wurden.
Oftmals ist es nötig diese beiden Leitungen an die bereits werksseitig im Fahrzeug verbauten Leitungen mit anzuschließen.
Wir empfehlen stets eine Lötverbindung herzustellen, da Quetschverbinder oftmals ein Kontaktproblem (= eine schlechte Verbindung) verursachen.
Bitte prüfen Sie zudem auch ob die Leitungen HIGH und LOW verdreht herum angeschlossen wurden, in einem solchen Fall ist das Steuergerät ebenso nicht erreichbar.

INFO:
Die CAN-BUS Leitungsfarben sind in unseren Kabelsätzen standardisiert.
CAN HIGH = stets Orange/FARBE (z.B. orange/grau oder orange/schwarz)
CAN LOW = stets Orange/Braun

Generell ist ausschließlich wichtig, dass Sie CAN HIGH und CAN LOW nicht vertauscht anschließen.
Die evtl. andere fahrzeugseitige Leitungsfarbe (je nach Modell und Ausstattung) ist zu vernachlässigen.
Ein Hinzufügen oder Entfernen einer Steuergeräteadresse in die Verbauliste der Adresse 19 Diagnoseinterface hat auf die Erreichbarkeit des nachgerüsteten Steuergerätes keinen Einfluss, dies ist stets nicht zwingend nötig und ist als Fehlerursache auszuschließen.











Zwei Leitungen miteinander verbinden. Wie geht dies am einfachsten?

Eine Standard-Vorgehensweise bei einer Nachrüstung ist es zwei Leitungen miteinander zu verbinden.
Eine Lötverbindung ist hier die elektrisch sicherste Art welche zudem auch einfach herzustellen ist.
Alternativ können Sie auch passende Crimpverbinder benutzen.

Verwenden Sie hierzu einen handelsüblichen Lötkolben bzw. eine Lötstation und etwas Lötzinn.

Hier beschreiben wir die Vorgehensweise:
Schritt 1: Isolieren Sie das Ende der zu verbindenden Leitung sowie das Leitungsstück, an welches Sie anlöten möchten etwas ab (jeweils ca. 1 cm). Verwenden Sie hierzu z.B. einen Seitenschneider, ein Cuttermesser oder eine Abisolierzange.
Schritt 2: Wickeln Sie die zu verbindende Leitung straff um die abisolierte Leitungsstelle.
Schritt 3: Nehmen Sie nun Ihren Lötkolben. Erwärmen Sie die abisolierte Stelle gut - geben Sie nun das Lötzinn hinzu und erstellen Sie somit eine Lötverbindung.
Schritt 4: Umwickeln Sie die geschaffene Lötstelle nun mit einem Streifen Isolierband.












Wo finde ich die Pinbelegung auf einem Stecker?

ALLE Stecker sind beschriftet!
Beachten Sie bitte den eingepressten Aufdruck am Stecker.
In nahezu allen Fällen befindet sich diese Beschriftung am Anfang und am Ende einer Pinreihe.

Hier ein Beispiel:

Das Bild zeigt einen 16-poligen Stecker.
Die Zahlen 1 - 8 - 9 - 16 sind auf dem Stecker ablesbar, somit kann der korrekte Einsteckplatz einfach abgezählt werden.








Wo kann ich einen Stecker öffnen um neue PIN's einstecken zu können?

ALLE Stecker haben eine Verriegelung!
Entriegeln bzw. öffnen Sie den Stecker indem Sie diese Verriegelung betätigen.

Hier drei gängige Beispiele:











Wie kann ich einen PIN aus einem Stecker entfernen / auspinnen?

JEDER PIN hat eine Verriegelungsnase - sprich einen Widerhaken welcher das herausrutschen aus dem Stecker verhindert.
Entriegeln Sie diesen "Widerhaken" indem Sie diesen mit einem spitzen Werkzeug herunterdrücken.
Anschließend können Sie die Leitung aus dem Stecker herausziehen.

Hier ein Beispiel:




















Sie haben keinen Tester?

Hier finden Sie
unsere VCDS Leihtester - dieses vollwertige und sehr benutzerfreundliche Codiersystem wird z.B. von nahezu JEDEM AUDI-/VW Partner sowie auch von uns im Werkstattbetrieb benutzt.
Diesen können Sie
ausleihen - Ihre Nachrüstung verbauen - Codieren - den Tester an uns rücksenden. FERTIG !

unsere VCDS Tester / Diagnosesysteme


Sie möchten nicht selbst codieren ?

Kontaktieren Sie eine beliebige Werkstatt welche einen Tester (z
.B. VCDS) hat und beauftragen Sie diese

ODER

lassen Sie Ihre Nachrüstung nach Terminabsprache bei einem unserer offiziellen
Einbaupartner freischalten.
unsere Einbaupartner